Neues Bauhaus-Museum Weimar
Architekturwettbewerb
Am 14. Juli 2011 hat der der Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar die Auslobung eines Architekturwettbewerbs zur Errichtung des Neuen Bauhaus-Museums beschlossen und damit ein Hauptprojekt des Masterplans »Kosmos Weimar« auf den Weg gebracht. Der offene internationale Wettbewerb, den die Klassik Stiftung gemeinsam mit der Stadt Weimar durchgeführt hat, bestand aus zwei Phasen. In der ersten Stufe ging es vor allem darum, das neue Bauhaus-Museum in der komplexen Umgebung der Weimarer Innenstadt städtebaulich sinnvoll zu verorten und eine packende Idee für seine architektonische Gestaltung zu gewinnen. Am 01. November 2011 wurden vom Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Jörg Friedrich (Hamburg) 27 Bewerber ausgewählt, die anschließend eingeladen wurden, für die zweite Phase des Wettbewerbs ihre städtebaulichen, architektonischen und innenräumlichen Konzepte für den Neubau des Bauhaus-Museums vertiefend zu bearbeiten und ihre Entwürfe bis zur Realisierungsreife weiterzuentwickeln.
2.189 Architekten aus aller Welt hatten sich für den internationalen, offenen Wettbewerb registrieren lassen. Anmeldungen erreichten den Auslober aus 60 Nationen. 2.039 Anmeldungen kamen aus 32 europäischen Ländern, davon 1.151 aus Deutschland und 70 aus Thüringen. 536 Teilnehmer reichten ihre Beiträge bis Anfang Oktober 2011 ein.
Das aufwendige Verfahren dient dazu, eine architektonisch innovative, nachhaltige, energetisch optimierte und museologisch überzeugende Lösung für die Errichtung des Museum zu erhalten, die das große städtebauliche Potential des Standorts am Weimarhallenpark entwickelt. Das gesamte Wettbewerbsverfahren verlief anonym.
Am 15. März 2012 hat das Preisgericht seine mit Spannung erwartete Entscheidung der Öffentlichkeit vorstellen. Alle Entwürfe der zweiten Wettbewerbsphase werden bis zum 09. April 2012 im Neuen Museum Weimar ausgestellt.
Ausgangspunkt und Alleinstellungsmerkmal des Neuen Bauhaus-Museums sind die historischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar zur Vorgeschichte, Geschichte und Nachwirkung des Staatlichen Bauhauses, das 1919 in Weimar gegründet wurde. Der Sammlungsbestand ist seit 1990 durch Ankäufe und Schenkungen enorm angewachsen. Mit der Gropius-Sammlung besitzt die Klassik Stiftung zudem den ältesten überhaupt existierenden Bauhaus-Bestand.
Für das Museum ist eine Nutzfläche von 3.716 m² vorgesehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 22 Millionen Euro, inkl. des städtischen Anteils am Architekturwettbewerb. Für die Bauwerkskosten stehen 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dem Preisgericht gehörten siebzehn Preisrichter an, denen zwölf sachverständige Berater zur Seite standen. Die Wettbewerbsbetreuung erfolgte durch Schubert/Horst Architekten, Dresden.
Das Neue Bauhaus-Museum soll 2015 eröffnet werden.