Dokumentation
Die Ausstellung DAS BAUHAUS KOMMT AUS WEIMAR stellte an fünf Stationen in Weimar bekannte und unbekanntere Facetten des frühen Bauhauses vor mit Spitzenwerken aus internationalen Sammlungen, darunter Leihgaben aus dem Museum of Modern Art und dem Metropolitan Museum in New York. Das Bauhaus-Archiv in Berlin hat das Projekt in besonderem Maße mit Leihgaben unterstützt, ebenso die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln und das Zentrum Paul Klee in Bern.
Bauhaus-Museum Weimar
Information & EinführungDas Bauhaus-Museum Weimar diente als zentraler Empfangs-, Einführungs- und Informationsort der Ausstellung. Ein begehbares Bild-Panorama und ein Einführungsfilm gaben Einblick in die Geschichte der Weimarer Republik und des Bauhauses.
Goethe-Nationalmuseum
Meisterwerke der Bauhauskünstler in WeimarMalerei, Skulptur, Grafik und Fotografie zeigte das Goethe-Nationalmuseum, darunter Meisterwerke von Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Georg Muche, Lothar Schreyer, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy. Ein Kapitel zur Metamorphosenlehre und Farbenlehre verdeutlichte darüber hinaus, dass die Auseinandersetzung mit Form und Farbe von Goethe bis Klee reicht.
Neues Museum Weimar
Auf dem Weg zum Design – Bauhauswerkstätten in WeimarIm Neuen Museum wurden die Werkstätten, das »Leben am Bauhaus« und die Gründungsgeschichte der Schule thematisiert. Ausgestellt waren u. a. Arbeiten aus den Werkstätten Keramik, Metall, Textil, Tischlerei, Bildhauerei, Weberei, Druckerei, Wandmalerei und Buchbinderei.
Im Ausstellungsraum »marke.6« der Bauhaus-Universität Weimar im Untergeschoss des Neuen Museums wurden unter dem Titel »Bauhaus trifft Bauhaus … und baut sich ein Kino« filmische Experimente und Kino-Entwürfe der Studenten am historischen Bauhaus sowie Arbeiten aktueller Künstler präsentiert.
Schiller-Museum
Spiel, Fest und Bühne am BauhausDas Experimentieren und die Geselligkeit waren wichtiger Bestandteil des Lebens am Bauhaus. Visionen und Utopien fanden sowohl auf der Bühne als auch in fantasievollen Festen ihren Ausdruck. Das Schiller-Museum zeigte Bühnenwerke von Lothar Schreyer, Beispiele von Schülerarbeiten zum »Mechanischen Ballett« und zur Marionettenbühne, Bühnenwerke von Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy sowie Konzeptionen für Theaterräume von Walter Gropius und Andor Weininger.
Haus Am Horn
Von der Idee der Bauhaus-Siedlung bis zum Haus Am HornIn Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar und dem Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar e. V.
Das Musterhaus Am Horn nach dem Entwurf von Georg Muche entstand 1923 unter Beteiligung aller Bauhauswerkstätten und gilt als frühestes erhaltenes Zeugnis der Bauhausarchitektur. Das Haus war im Rahmen der Ausstellung zugänglich. Ausgestellt wurden Entwürfe zum Haus Am Horn und Dokumente zur Architekturlehre am Bauhaus in Weimar.
Texthecken & Innenarchitektur
Die Ausstellungsarchitektur förderte den Dialog zwischen Betrachter und Exponat und wählte dabei ein auf wenige Elemente reduziertes System. Um die verschiedenen Orte der Ausstellung zu markieren und zu verbinden, befanden sich vor dem Bauhaus-Museum Weimar, dem Goethe-Nationalmuseum sowie am Neuen Museum und am Schiller-Museum sogenannte Texthecken. Die von den Architekten der Ausstellung, meyer voggenreiter projekte aus Köln und dem Büro BeL Architekten entwickelten Installationen verwenden Zitate von Walter Gropius. Die Texthecken reflektieren die Beziehung des Bauhauses zu Weimar als kulturellem Ort der Sprache und Literatur und ebenso als realem Ort. Das Zitat ist in Weimar ein sehr gängiges Mittel, um Themen und Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen. Auf der anderen Seite ist Text, besonders in der Form des Manifestes, ein wichtiges Äußerungs- und Propagandamittel des Bauhauses gewesen.





















