Das Bauhaus kommt aus Weimar Klassik-Stiftung Weimar
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Das Bauhaus kommt aus Weimar

Ständige Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar


Bauhaus fest in der Gaststätte Ilmschlösschen

Das Bauhaus-Museum Weimar vermittelt mit mehr als 300 Exponaten einen Einblick in die Entwicklung des Staatlichen Bauhauses an seinem Gründungsort Weimar. Das Bauhaus, im April 1919 in Weimar eröffnet, ab 1925 in Dessau ansässig, 1933 in Berlin von den Nationalsozialisten geschlossen, ist bis heute der wirkungsvollste und erfolgreichste Exportartikel deutscher Kultur des 20. Jahrhunderts. Der Ruf dieser die Gattungen übergreifenden, internationalen Schule für Kunst, Architektur, Design und Bühne ist mehr als 70 Jahre nach ihrer Schließung weltweit von ungebrochener Aktualität.

Keler, Kinderwiege

Die pädagogischen, künstlerischen, architektonischen und gestalterischen Ideen des Bauhauses strahlen noch heute in die ganze Welt aus. Viele dieser bahnbrechenden Konzepte wurden in Weimar vorgedacht. Die Präsentation im Bauhaus-Museum Weimar zeigt Arbeiten von Walter Gropius, Gründungsdirektor des Bauhauses, sowie von berühmten Bauhaus-Meistern wie Lyonel Feininger, Gerhard Marcks, Johannes Itten oder Paul Klee. Darüber hinaus werden zahlreiche Schülerarbeiten, darunter Werke von Marcel Breuer oder Alma Siedhoff-Buscher, vorgestellt, die die praxisorientierte Ausbildung am Bauhaus vorzüglich belegen.

Bauhaus-Museum Weimar

Zahlreiche im Bauhaus-Museum Weimar ausgestellte Objekte veranschaulichen in einzigartiger Weise die Vielschichtigkeit, Kreativität und Lebendigkeit des schulischen Wirkens in Weimar. Ausgehend vom Manifest und Programm des Bauhauses entwickelten die Bauhaus-Meister ein neuartiges Lehrprogramm mit dem Vorkurs von Itten, der Formen- und Farbenlehre von Klee und Kandinsky und der Ausbildung in verschiedenen Werkstätten. Das Werkstattprinzip, die praxisorientierte handwerklich-künstlerische Ausbildung der durchschnittlich 150 Studierenden, war für das Bauhaus ebenso charakteristisch wie das Teamwork von Lehrenden und Lernenden. Den Übergang vom kunsthandwerklichen Einzelstück zum Prototypen für die Industrie ab 1922 entsprechend dem Motto von Gropius »Kunst und Technik — eine neue Einheit« dokumentieren im Bauhaus-Museum Weimar die bis heute produzierten Designklassiker wie das Bauhaus-Schach von Josef Hartwig, die Tischlampe von Jucker/Wagenfeld oder Metallarbeiten von Marianne Brandt.